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Wacker verliert Topspiel gegen Tabellenführer SC Obersprockhövel

Happige Niederlage einige Tore zu hoch

Happig fiel diese Niederlage aus in einer Partie, die lange Zeit ein absolutes Landesliga-Spitzenspiel war. Auch wenn am Ende ein kaum für möglich gehaltenes 0:7 stand, sah es danach im Spielverlauf bis Mitte der 2. Halbzeit nicht aus.

Aufeinander trafen in der ERIN-Kampfbahn zwei sehr erfolgreiche Teams der 2. Halbserie. An eine Wacker-Niederlage konnten sich die zahlreichen Fans kaum noch erinnern, lag diese doch bereits 10 Spiele zurück.

Team Wacker (6.) empfing heute den frischgebackenen Tabellenführer SC Obersprockhövel (1.), der vor einer Woche den FC Frohlinde an der Spitze abgelöst hatte. Von Beginn an versuchte dieser, sein schnelles Kombinationsspiel aufzuziehen und Klasse zu demonstrieren, sodass das Spielgeschehen sich in den ersten Minuten in die Wacker-Hälfte verlagerte. Die erste Top-Chance der Gäste machte jedoch der erneut fehlerfreie SVWO-Keeper David Scholka zunichte, der einen kapitalen Schuss der Gäste aus seiner rechten Torecke fischte.

Danach änderte sich das Bild zügig und die Spielanteile für unseren SVWO wurden deutlich größer. Das Geschehen verlagerte sich mehr in die Hälfte der Obersprockhöveler und unser Team erspielte sich ein Chancenplus, zum Teil über klare Kombinationen im Besonderen über die linke Seite. Es roch nach einer Wacker-Führung. Etwas Pech und ein guter Gästekeeper verhinderten jedoch die eigentlich fällige Führung.

Kurz vor der Halbzeit passierte dann das, was immer mal wieder im Fußball passiert und letztendlich spielentscheidenden Charakter hatte. Robin Franke boxte einen Schuss des SC im Fünfmeterraum reflexartig über die Latte, der ansonsten sicherlich im Netz gezappelt hätte. Schiedsrichter Timo Gansloweit blieb keine andere Wahl: Rot für Franke (42.) und Elfmeter für den SC. Diese Gelegenheit ließ sich Adrian Wasilewski nicht entgehen und netzte unhaltbar für David Scholka zum 0:1 ein (43.). Etwas unglücklich ging es somit in die Halbzeitpause eines erstklassigen Spiels, an dem die Fans beider Teams ihre Freude hatten.

Doch Wacker lässt sich bekanntlich nicht so einfach schlagen, aus Erfahrung auch nicht in Unterzahl, eine dem Team mittlerweile bekannte Situation. Die Zuschauer waren gespannt, was sich das Trainerteam Uzunoglu und Golob einfallen lassen würde.

Sich hinten reinzustellen und abzuwarten gehört nun mal nicht zur Mentalität unseres Teams und so trat Wacker in einer 3-4-2-Formation auf. Der erneut starke Rechtsverteidiger Astacio blieb auf der Bank. Für ihn kam Linus Budde und die Devise hieß „Angriff ist die beste Verteidigung“. Und davon ließ sich der Tabellenführer sichtlich beeindrucken, denn Wacker drehte auf und hätte eigentlich aufgrund der Chancen zum Ausgleich kommen müssen. Mehrfach hörte man den Gästekeeper bis zur 65. Minute lautstark zu seinen Vorderleuten mit „L. m. a. A., das gegen 10 Mann!“.

Zweite Fußballweisheit: Machst du vorne die Dinger nicht rein… Das sollte sich leider rächen!

Die letzten 20 Minuten der Partie gehörten zu den unglücklichsten der Saison. Wacker kassierte das 0:2 (65.) und knickte dann ein. Der Unterzahl und dem kräftezehrenden Spiel musste unser Team nun Tribut zollen. So fielen die Gegentore in Serie (72., 78., 83., 85., 87.) für ein enttäuschtes Heimteam.

Am Ende aber hielt sich die Enttäuschung aller Beteiligten in Grenzen und aus Erfahrung wird man klug. Keeper David Scholka formulierte nach der Begegnung „Wer weiß, wofür das gut war!“ und hatte damit Recht im Hinblick auf die kommenden Spiele in der Liga, zunächst auswärts beim SSV Mühlhausen-Uelzen (12. Mai, 15.15 Uhr) in Unna, dann ebenfalls auswärts beim SV Brackel (19. Mai, 14.30 Uhr) in Dortmund und zum Saisonabschluss auf eigenem Platz (25. Mai, 15.15 Uhr) in Obercastrop.

Team Wacker rangiert in seiner ersten Landesligasaison weiterhin mit 43 Punkten auf dem guten Platz 6. Der Tagessieger SC Obersprockhövel bleibt natürlich weiter an der Spitze mit nunmehr 56 Zählern, gefolgt vom SV Sodingen, ebenfalls 56 Punkte, dem FC Frohlinde (3. mit 54 Punkten), Firtinaspor Herne (4. mit 47 Punkten) und dem Hombrucher SV (5. mit 44 Punkten).

Und dann kommt da noch das Endspiel um den Kreispokal gegen den Westfalenligisten DSC Wanne-Eickel am 16. Mai, einem Donnerstagabend um 19 Uhr auf heimischem Geläuf vor hoffentlich großer Kulisse. In dieser 6. und letzten Pokalrunde geht es um nicht mehr und nicht weniger als den Einzug in den Westfalenpokal. Für Überraschungen ist der SVWO immer gut. Aber warten wir es ab.

Wacker-Staff und Fans sehen ein rassiges Duell.

Physio für Keeper Christopher Ebeling, heute auf der Bank, während des Spiels
Regisseur Serhat Can (links) kann aufgrund einer Verletzung nicht eingreifen.