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Remis im Nachbarschaftsduell

 

Am Ende resümierte Aytac Uzunoglu bei der Pressekonferenz im Vereinsheim des SV Sodingen: Das war ein leistungsgerechtes 2:2. Meine Mannschaft hat sehr gut gekämpft! Und damit hatte er Recht. Aber der Reihe nach.

Der Aufstiegsaspirant aus Herne begann das Spiel vor 120 Zuschauern, in der Mehrheit Wackerfans, im Glück-Auf-Stadion offensiv und verlagerte das Spiel in den ersten 20 Minuten in die Wackeraner Hälfte. In der vierten Minute erzielte Sodingen das vermeintliche 1:0. Das Schiedsrichtergespann um den guten Gürhan Celik entschied aber sofort auf Abseits.

Wacker kam nun nach und nach besser ins Spiel. In den ersten 20 Minuten war es zunächst wichtig keinen Gegentreffer zu bekommen. Dies gelang vorerst auch durch gute Abstimmung in der Abwehr, sodass die Sodinger Spiele auffällig häufig ins Abseits liefen. In der 30. Minute erzielte Sodingen dann aber aufgrund eines Abwehrfehlers das 1:0. durch Naim Ajeti. Der Treffer verunsicherte unser Team und so gelang den Gastgebern noch vor der Pause das 2:0. Tugru Aydin traf in der 45. Spielminute.

In der Halbzeitpause motivierte Trainer Aytac Uzunoglu noch einmal seine Spieler und schickte sie mit neuem Mut auf den Rasen zurück. Kurz nach Wiederanpfiff traf Sodingen erneut, doch der Treffer wurde aufgrund einer Abseitsstellung nicht gegeben.

Wacker versuchte nun die Anweisungen des Trainers umzusetzen und kam mit guten Ballstafetten näher vor das gegnerische Tor. Und das wurde belohnt.  Elvis Shala gelang in der 58. Spielminute der erste Treffer für Wacker in der Landesliga. Er düpierte in bekannter Manier dribbelstark die Sodinger Abwehr. Durch das Tor kam auch das Selbstbewusstsein wieder zurück. Zwei weitere Chancen den Ausgleich zu erzielen folgten in kurzen Abständen. Christian Breitags gewaltiger Schuss ging an die Latte und konnte nur in höchster Not von Sodingen auf der Linie geklärt werden. Mike Bednareks Kopfball ging leider knapp über das Tor.

Den verdienten Ausgleich zum 2:2 erzielte der eingewechselte Sascha Schröder in der 75 Minute mit einem platzierten Volleyschuss, der sich über den Torhüter unter die Latte senkte. Mutig! Ein echter Kunstschuss. Die mitgereisten Wackeraner Fans bejubelten den Treffer mit Sprechchören. Einmal Wacker, immer Wacker, hey, hey!schallte es unter dem Tribünendach. Man konnte meinen, es wäre ein Heimspiel.

Nun wäre fast auch noch ein dritter Treffer möglich gewesen. Nach einem Doppelpass von Sascha Schröder auf Elvis Shala wurde dieser im Strafraum zu Fall gebracht, Schiedsrichter Gürhan Celik entschied aber zum Entsetzen der SVWO-Fans auf Weiterspielen.

Co-Trainer Steffen Golob bilanzierte nach dem Abpfiff: Jetzt wissen wir, dass wir in der Liga mithalten können. Einfache Fehler werden aber sofort bestraft. Die Jungs haben Moral bewiesen.  

Weiter geht es am kommenden Sonntag (26. August) mit dem Heimspiel gegen den VfL Kemminghausen aus Dortmund, der sein Auswärtsspiel beim FC Frohlinde mit 0:2 verlor. (FV)