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Partnertreffen mit internationalem Flair

Griechenlands Nationaltrainer zu Gast bei Wacker

(v.l.) Marcel Maltritz (ehem. Spieler des Vfl Bochum), Christian Rachner, Ansgar Borgmann und Michael Skibbe

Das gibt es auch nicht alle Tage in Obercastrop. Michael Skibbe, der amtierende Fußballnationaltrainer von Griechenland gab sich die Ehre und war Gast unseres SV Wacker. Internationales Flair und geballter Fußballsachverstand im Pott – Klasse!

Anlass dazu war am gestrigen Mittwochabend unser Partnertreffen im Brauhaus Rüttershoff. Vorstandsmitglieder, Vertreter der Sponsoren, Journalisten, Staffelleiter der Bezirksliga 9 Klaus Overwien und Kreißfußballobmann Andreas Pelzing sowie die beiden Trainer der 1. Mannschaft Aytac Uzunoglu und Steffen Golob waren anwesend. Durch den Abend führte Radio Bochum-Moderator und VfL Bochum-Stadionsprecher Ansgar Borgmann.

Zum Aufstieg in die Landesliga überreichte zu Beginn Staffelleiter Klaus Overwien unserem Ehrenvorsitzenden Theo Schürhoff die Urkunde mit den Worten „Bitte kommt nicht so schnell wieder!“, fügte aber noch hinzu „Bleibt drin für mehr Derbys oder steigt auf“.

Anschließend interviewte Ansgar Borgmann unseren Trainer Aytac Uzunoglu und kam sofort auf Mallorca zu sprechen, denn da feierte die 1. Mannschaft ihren Aufstieg. Aytac Uzunoglu ließ die Mannschaft auf der spanischen Insel aber lieber alleine feiern. „Da ich mit den Jungs in Willingen war, spare ich mir Malle!“ äußerte er sich spaßeshalber. Er verbrachte seinen Urlaub lieber zeitgleich in Holland. Aber natürlich wurde auch über die neue Saison gesprochen, unter anderem über die Zielsetzung im Westfalenpokal: „Wir haben Blut geleckt und möchten ein paar Runden weiter kommen als beim letzten Mal!“ erklärte Aytac Uzunoglu.

Der nächste Gast auf der Talk-Bühne im Brauhaus war Wirtschaftsratsvorsitzender Christian Rachner, der mit der aktuellen Entwicklung im Verein hochzufrieden ist. Nicht nur die sportlichen Ergebnisse seien sehr gut, sondern auch die wirtschaftlichen.  Mittlerweile unterstützen 50 Partner den SVWO.

Unter großem Applaus wurde Stargast Michael Skibbe begrüßt. Ansgar Borgmann fragte zunächst, wie ihm denn das Bier schmeckt. Es wurde nämlich nicht irgendein Bier gezapft. Das Brauhaus Rüttershoff produziert sein eigenes Castroper Bier. „Sehr gut!“ sagte Michael Skibbe.

Der ehemalige Trainer von Borussia Dortmund und Schalke 04 musste seine aktive Fußballerkarriere schon mit 22 Jahren und 14 Bundesligaspielen beenden. Zwei Kreuzbandrisse im linken Knie zwangen ihn aufzuhören. Heute aber würde er weitermachen, denn die Medizin ist viel weiter als damals. Eine große Narbe im Knie verrät noch, was ihm widerfahren ist.

Bevor Michael Skibbe bei Borussia Dortmund als Cheftrainer anfing, trainierte er die Jugendmannschaften des FC Schalke 04 und des BVB.

Nun ist er Trainer der griechischen Nationalmannschaft und die Enttäuschung ist riesengroß, nicht bei der WM in Russland dabei zu sein. Er richtete seinen Blick aber wieder schnell nach vorne, denn „Unsere nächste Aufgabe ist jetzt die Nations-League, bei der wir gut abschneiden möchten!“. Er hofft aber dennoch, nach Russland zu fahren, denn als ehemaliger Trainer des DFB ist er zu allen Spielen eingeladen. Ein Besuch in Moskau zum Finale würde sich da lohnen.

„Wie groß ist der Unterschied zwischen dem DFB-Team und der griechischen Nationalmannschaft?“, fragte Ansgar Borgmann nach. „Die Professionalität und die Mentalität sind anders als in Griechenland. Die Zusammenarbeit zwischen Liga und Verband ist in Griechenland nicht gut. Die vier griechischen Hauptstadtvereine gönnen sich nichts.“berichtete Skibbe.

„Was sagen sie zu der Kadernominierung von Jogi Löw?“, fragte Ansgar Borgmann weiter. „Löw hat einen guten und ausgewogenen Kader!“

„Und wie sehen Sie die Nominierung von Manuel Neuer?“ „Er ist einer der besten Torhüter der Welt. Der Fuß muss halten, dann spielt er eine gute WM!“

„Ist es ein Erfolg, wenn es die Nationalmannschaft bis ins Halbfinale schafft?““Alles andere als der Titel wäre eine Enttäuschung bei der WM!“

„Trauen Sie sich zu, Weltklassespieler der diesjährigen WM zu nennen?“, fragte Ansgar Borgmann zum Schluss. „Jedem deutschen Spieler gönne ich es. Kevin de Bruyne und Eden Hazard von der belgischen Nationalmannschaft traue ich es zu.“

Nach dem Interview hatten alle Anwesenden bei leckerem Essen und schönem Ambiente Zeit, sich untereinander auszutauschen.

Fazit: Ein gelungener Abend rund um regionalen und internationalen Fußballsport. (FV)