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Erster Dreier perfekt

Klarer 4:1-Sieg gegen den SSV Buer

Platz 4 vor dem 3. Spieltag

Was alle vermeiden wollten gelang, einen klassischen Fehlstart gab es nicht. Am Ende des 2. Spieltages steht unser SV Wacker nach der Auftaktniederlage zum Saisonstart in Horsthausen und dem klaren 4:1-Sieg gegen den SSV Buer auf Tabellenplatz 4.

Hohe Leistungsdichte in der Liga

Das liegt daran, dass in dieser Liga im Grunde jeder jeden schlagen kann, wie die Ergebnisse des heutigen Tages beweisen. Nur ein einziger Verein hat noch eine weiße Weste und steht damit auf Platz 1. Das ist der Kirchhörder SC, der unseren Stadtrivalen FC Frohlinde mit 4:1 abfertigte und den die Experten als Westfalenligaabsteiger von Beginn auch dort erwartet hatten. Auf Platz 2 steht die DJK Wattenscheid mit 4 Punkten, auf Platz 3 der Aufsteiger IG Bönen-Fußball, ebenfalls mit 4 Punkten.

Auf den Plätzen 4 bis 13 folgen 10 Teams mit 3 Punkten, angeführt von unserem SVWO aufgrund des besseren Torverhältnisses von 4:2. Am kommenden Spieltag gilt es den Trend nun beim eigentlich starken Konkurrenten Hombrucher SV zu bestätigen. Dieser steht allerdings nach zwei jeweils knappen 0:1-Niederlagen gegen den Kirchhörder SC und aktuell beim Aufsteiger SV Wanne 1911 zusammen mit BW Westfalia Langenbochum im Tabellenkeller.

Nächste Auswärtspartie beim Mitfavoriten in Dortmund

Umso brisanter wird die kommende Partie für unser Team, zu der sicherlich wieder viele Obercastroper Fans anreisen werden, was lediglich 20 Minuten dauern wird (25.08.2019, 15.15 Uhr, Sportanlage Deutsch-Luxemburger-Str. 56, 44225 Dortmund).

Trend geht nach oben

Schon beim Pokalerfolg Mitte der Woche auswärts bei der SG Castrop (1:5) ging es nach der nicht erwarteten Auftaktniederlage in der Liga bergauf. Dieser Trend bestätigte sich im heutigen Heimspiel gegen den SSV aus Gelsenkirchen. Zumindest aus der Sicht der Zuschauer, die von Beginn an eine umkämpfte Partie sahen, in der sich der SV Wacker nach und nach deutlich in Vorteil brachte, weil er neben Krafteinsatz und Schnelligkeit seine technische Überlegenheit auf das Feld brachte. Deutlich wurde aber auch, dass 100-prozentiger Einsatz notwendig ist, um gegen die Ligakonkurrenten zu bestehen.

Trainer ändert Aufstellung

Trainer Aytac Uzunoglu hatte seinen Abwehrchef Dirk Jasmund wieder ins Abwehrzentrum gestellt, was dieser mit Einsatz und Übersicht zurückzahlte, immer in kluger Abstimmung mit Marius Nolte, Kapitän Moritz Budde, Nico Brehm und Julian Ucles Martinez im Aufbauspiel nach vorne.

Im zentralen Mittelfeld zogen Serhat Can und Kevin Pflanz die Fäden, ein Duo, das immer besser harmoniert. Mächtig Gas gab auf der linken Seite Sven Ricke, der mit 100-prozentigem Einsatz und enormer Schnelligkeit überzeugte und fast zwangsläufig in der 55. Minute den Treffer zum 3:1 erzielte, bis er in der 70. Minute völlig erschöpft, aber hochzufrieden von Robin Franke ersetzt wurde, der ebenfalls zu gefallen wusste.

Die kompletten 90. Minuten auf dem Feld verbrachte Neuzugang Martin Kapitza, der, mit besonderem Ehrgeiz ausgestattet, auf der rechten Seite alles gab und mehr als einmal gefährliche Anspiele oder Flanken in die Gefahrenzone des SSV Buer brachte. Ihm gelang auch der Treffer zum 2:1 in der 50. Minute. Einen fälligen Elfmeter verwandelte er sehr sicher, als er den Gästekeeper in die linke Ecke schickte und trocken zentral einnetzte.

9er Schröter kommt in Form

Ganz vorne diesmal in Aktion war 9er Marc Schröter (Titelbild), dessen Formkurve klar nach oben zeigt und der mit seiner Leistung nach dem Spiel sehr zufrieden war: „Ein Tor, eine Vorlage, was will man mehr!“. Es hätten noch zwei weitere Tore sein können. Nach einer schnellen Kombination im Strafraum des SSV lag ein Treffer in der Luft. Ein weiterer wurde wegen vermeintlicher Abseitsstellung durch Schiedsrichter Oguzhan Gülacan abgepfiffen. Die Obercastroper Zuschauer hatten es anders gesehen. Bereits in der 5. Minute hatte Schröter sein Team in Front gebracht, als er mit Tempo und Dynamik in den SSV-Sechzehner eindrang und mit einem fulminanten Schuss abschloss.

Shala mit Kabinettstückchen

In der 66. Minute kam Elvis Shala im Wechsel für Schröter zum Zuge. In den verbleibenden 24. Minuten sorgte er vorne für Wirbel. Nur ganz knapp scheiterte er mit einem technisch sehenswerten Heber aus 20 Metern von der linken Seite über Gästetorwart Kevin van Holt hinweg, den die Zuschauer bereits im Tor wähnten. Es fehlten nur Zentimeter. Dafür gab es Extraapplaus.

Dirk Jasmund „macht den Sack zu“

Den Sack zu machte dann in der 83. Minute ausgerechnet Abwehrspezialist Dirk Jasmund, der an der SSV-Torlinie auftauchte und irgendwie noch „dran“ war, nachdem von außen betrachtet der Treffer bereits Kevin Pflanz zugeordnet wurde, der nach Shala-Eckstoß einen tollen Flugkopfball ablieferte.

Qualität in der Kaderbreite

Zum Zuge kamen neben Robin Franke auch noch Stefan Kitowski (79. für Julian Ucles Martinez) und Yogan Henyelbeth Cordero Astacio (87. für Moritz Budde). Erkenntis: Wacker verfügt über eine ausgesprochen starke Ersatzbank, heute auch noch mit Marius Hoffmann, Lukas Kubiak, David Queder und Torwart Christopher Ebeling, unabhängig davon, wer von Anfang an zum Zuge kommt. Diese Ausgeglichenheit im Kader könnte sich zukünftig noch sehr positiv auswirken. Hier ist Teamgeist gefragt, bei aller gesunden sportlichen Konkurrenz. Der junge Lukas Kubiak beispielsweise, mit 19 Jahren der Junior im Team, kam in den Spielen vorher dauerhaft zum Einsatz. Eine kleine Pause tut dann aus Trainersicht auch einmal gut, um nicht zu überpacen, auch wenn die Spieler auf ihren Einsatz brennen. Nicht zu vergessen sind Abwehrspezialist Jürgen Duah, der zurzeit wieder in der Aufbauarbeit ist und Bastian Fritsch, einer unserer verlässlichsten Spieler, der sich nach einer Sprunggelenksverletzung in der Aufbauarbeit befindet. Mannschaftsorthopäde Yuriy  Zolotarevskiy von „medicos. Auf Schalke“ steht hier mit Rat und Tat zur Seite.

Torwarttraining macht sich bemerkbar

Last but not least: David Scholka machte mit der 1 auf dem Rücken eine zuverlässige Partie. Wenn es darauf ankam, war er präsent. Auffällig waren seine präzisen Anspiele und im Besonderen auch die langen Abwürfe, die ankamen und sicherlich auch das Resultat intensiver Arbeit mit Torwarttrainer David Menke sind.

„Kurzschlaf“ beim Gegentreffer

Kurz geschildert sei auch noch der Gegentreffer des SSV Buer, der mit einer sehr jungen Mannschaft und in Begleitung des ehemaligen Nationalstürmers Klaus Fischer (Schalke 04, „Mr. Fallrückzieher“) antrat, der seinen Enkel Louis Jozek im Team der Gelsenkirchener beobachtete. In der 32. Minute wartete das Wacker-Team auf einen Freistoßpfiff zu eigenen Gunsten. Doch dieser kam nicht. Die Bueraner schalteten schneller, passten aus dem Mittelkreis in die Spitze, in der Finn Wortmann den Ball erlief und zum 1:1-Ausgleich traf. David Scholka hatte in dieser Situation keine Chance der Abwehr. Dem Trainergespann Aytac Uzunoglu und Steffen Golob gefiel diese Szene ganz und gar nicht.

Fazit aus Sicht der Trainer

Das Fazit von Aytac Uzunoglu: „Insgesamt stehen wir über die gesamte Dauer des Spiels noch nicht sicher und kompakt genug. Positive Ansätze sind da, werden aber immer wieder unterbrochen, weil wir die Bälle im Mittelfeld zu schnell hergeben, wie heute Mitte der ersten Hälfte. In der 2. Halbzeit lief es dann besser und der Sieg war ungefährdet“. Co-Trainer Steffen Golob ergänzte: „Jetzt zu Saisonbeginn kann auch noch nicht alles funktionieren. Im Grunde ist das Team noch im Aufbau, die Abläufe müssen sich noch einspielen“.

Aufwärmphase vor dem Spiel, hier Julian Ucles Martinez, während im Hintergrund Wacker II sein Meisterschaftsspiel bestreitet.

Keine Zaungäste: Co-Trainer Steffen Golob (links) und Teambetreuer Uwe Banach

Blick auf das Spielgeschehen: Der Kunstrasen wird ab dem 19. August ausgetauscht. Im Hintergrund zu sehen ist das Vereinsheim, im Vordergrund rechts die Kamerakonstruktion für Live-Übertragungen. Das Spiel wird von sporttotal.tv übertragen.

Schiedsrichter Gülacan in Aktion: Abseitsstellungen in Hülle und Fülle

Martin Kapitza hat beim Strafstoß zum 2:1 den Ball noch am Fuß, während der Gästekeeper sich schon nach links unten bewegt.

Sven Rickes Formkurve steigt an: „Hier geht´s lang!“.

Breiter Kader: Wer auf dieser Bank sitzt, ist keinen Deut schlechter, als die Spieler auf dem Feld.

Elvis Shala füllt seinen „Tank“ auf. Trainer Aytac Uzunoglu gibt vor dessen Einsatz passende Instruktionen.

Torwarttrainer David Menke zeichnet das Spielgeschehen auf. Dahinter sitzen Bastian Fritsch und Christopher Ebeling.

Abgekämpft: Torschütze zum 3:1 Sven Ricke (rechts), hier mit David Queder.

Torschütze zum 2:1: Martin Kapitza, rechts Lukas Kubiak

Torschütze zum 4:1: Dirk Jasmund

Auch gefragt bei den Pressevertretern: Wacker II-Coach Christian Heyn nach dem Spiel gegen Eintracht Ickern II.

Wacker II mit Remis in Wasserschlacht – Wacker III verliert

Völlig durchnässt, ausgelaugt und mit dezimiertem Team beendete unsere Zweitvertretung in der Kreisliga B1 Herne das Heimspiel gegen Eintracht Ickern II. Ken Schulz traf wieder einmal für unser Team, diesmal in der 52. Minute zum 1:1-Ausgleich. Das Team steht nach zwei Spielen auf Platz 5 in der Tabelle mit 4 Punkten. Wacker III unterlag in der Kreisliga C1 Herne im Anschluss mit 3:5 gegen den FC Frohlinde und ist weiterhin noch ohne Punktgewinn. (FV/STV)