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11 Tore im Abendspiel – 7:4-Testspielsieg gegen den SV Sodingen

4 Siege in Testspielserie – 24 Tore – 5 Gegentore

Am Mittwochabend trat in der ERIN-Kampfbahn ein interessanter Testspielgegner an. Mit dem SV Sodingen traf unser Team auf den Westfalenligisten aus Herne, den traditionellen Rivalen vom Stadion am Holzplatz, nur 3 Kilometer entfernt hinter der Stadtgrenze. Der SV stieg im vergangenen Sommer aus der Landesliga 3 überraschend in die Westfalenliga 2 auf und tummelt sich dort in den unteren Gefilden der Tabelle.

Die Testspiele zuvor gegen die SF Stuckenbusch (9:0), die U19 des Hombrucher SV (3:0) und den VfB Günnigfeld (5:1) konnte Wacker allesamt gewinnen. Natürlich wollte die Mannschaft von Trainer Aytac Uzunoglu auch das 4. Testspiel binnen 10 Tagen gegen den klassenhöheren Gegner siegreich beenden, trotz der hohen Trainingsintensität der letzten Wochen.

Die Zuschauer waren noch gar nicht alle auf ihren Plätzen, da rappelte es bereits zweimal – allerdings im Wacker-Tor und es stand nach 5 Minuten 0:2. Da rieb sich manch einer am Spielfeldrand verwundert die Augen. Noch nicht bei 100 Prozent? Gegner unterschätzt? Das hatte man schon zu Beginn gegen den Hombrucher SV erlebt.

Co-Trainer Steffen Golobs Kommentar: „Besser jetzt als in der Liga“. Recht hatte er. Gefallen konnte das dem Trainerteam nicht.

Der SV Sodingen setzte Wacker mit Anpfiff überfallartig unter Druck, besonders über die in dieser Phase pfeilschnellen Außenspieler. Mit zwei Gegentreffern in dieser Anfangsphase durch Ridvan Avci (2.) und Julian Kaminski (5.) ging es denkbar schlecht los. Beide Treffer waren fast identisch. Die Bälle schlugen im unteren langen Eck unhaltbar für Keeper David Scholka ein.

„Unser Spieltempo war einfach viel zu langsam und wir haben eine Viertelstunde gebraucht, um ins Spiel zu kommen“, kommentierte Trainer Aytac Uzunoglu nach der Partie.

Wacker kam nach 15 Minuten immer besser ins Spiel und hatte durch Elvis Shala eine gute Möglichkeit, den Anschlusstreffer zu erzielen. Sein Eckstoß kam gefährlich direkt auf das Tor von Robin Siebert, der den Ball mit den Fingerspitzen noch abwehren konnte.

Nach dem Spiel resümierte Torwart David Scholka, der wieder einmal eine Topleistung brachte und als mitspielender Torwart schnell auf den Beinen war: „Wir haben es nach 20 Minuten super gemacht. Hinten viel besser rausgespielt, weil die Raumaufteilung im Zentrum sowie bei den Außenspielern besser war. Zudem spielte uns in die Karten, dass der Gegner relativ hoch stand und wir uns so nach vorne kombinieren konnten. Das war teilweise echt schöner Fußball nach dem 0:2“.

In der 23. Minute brachte Dirk Jasmund den Ball nach einem Freistoß von Elvis Shala zum 1:2 im Tor unter. Bereits fünf Minuten später fiel der Ausgleich zum 2:2. Sven Ricke sprintete auf der rechten Seite in den Sechzehner und erzielte den nächsten Treffer.

Wacker war jetzt richtig gut in der Partie und erspielte sich weitere Chancen. Diese wurden auch genutzt. Elvis Shalas präziser Schuss prallte in der 30. Minute wuchtig an den linken Pfosten und von dort aus zum 3:2 ins Tor.

Auch das 4:2 war ein sehenswerter Treffer. Nach einem Foul kurz vor dem Strafraum der Gäste zirkelte Elvis Shala den Ball aus 18 Metern direkt in die rechte obere Torecke. Einige Zuschauer prophezeiten vorher: „Der sitzt direkt!“ – Saß er.

Überhaupt lieferte unser 10er an diesem Abend eine Topleistung ab. Elvis spielt insgesamt mannschaftsdienlicher, wie immer technisch ausgereift und mit ansteigender Form. Besonders seine Freistöße und Eckstöße sind brandgefährlich und bei den Gegnern gefürchtet!

Vor der Pause gelang dann auch noch das Tor zum 5:2. Julian Ucles Martinez spielte den Ball von der rechten Seite des Strafraums zu Elvis Shala, der es sich nicht nehmen ließ, nach 37 Minuten die Führung auszubauen. Ein lupenreiner Hattrick in Rekordzeit von 7 Minuten! Sensationell!

„Wir haben angefangen Lösungen zu finden und uns in der ersten Halbzeit schon sehr viele Torchancen erspielt. Das war dann auch verdient, denn bis auf die beiden Abschlüsse von Sodingen in den ersten fünf Minuten haben wir keinen Ball mehr auf das Tor bekommen“, berichtete Trainer Aytac Uzunoglu.

Nach der Pause agierte Sodingen zunächst wieder kompakter und konnte den Abstand noch einmal verkürzen. Thomas Hildwein erzielte nach 48 Minuten das 5:3.

Ein Testspiel mit so vielen Toren war für die Zuschauer natürlich sehr unterhaltsam. Aber damit war es noch nicht genug. Die eingewechselten Robin Franke und Sascha Schröder erzielten im Zusammenspiel das 6:3. Robin bediente Sascha mit einer Flanke von der rechten Seite. Dieser nahm den Ball direkt aus der Luft und katapultierte ihn volley ins Netz (65.). Marke Traumtor – unhaltbar! Sodingens Keeper Robin Siebert schimpfte danach wie ein Rohrspatz. Den Wortlaut möchten wir hier nicht wiedergeben …

Schiedsrichterin Nadine Westerhoff, sehr souverän in der Spielleitung, sprach Sodingen in der 69. Minute einen Elfmeter zu. Hasan Akkan traf sicher zum 6:4.

Den Schlusspunkt setzte Robin Franke mit seiner gewohnt durchsetzungsstarken Gangart. Im Aufbauspiel der Gäste störte er entscheidend, konnte den Ball erobern und zum 7:4 Endstand einschieben (84.).

Wacker hätte noch weitere Tore erzielen können. Etliche Großchancen wurden allerdings vergeben

Nach dem Spiel fügte Trainer Aytac Uzunoglu hinzu: „Das war ein sehr guter Test, der uns nochmal aufgezeigt hat, an welchen Stellschrauben wir drehen müssen.“

Weiter geht es am Sonntag, den 26. Januar beim Tagesturnier des SV Vestia Disteln. Um 13.45 Uhr trifft unser Team beim „Schlägel & Eisen Cup“ auf den Westfalenligisten Spvgg Erkenschwick. Es geht direkt los mit dem Halbfinale. Im zweiten Spiel stehen sich zuvor der Gastgeber und Bezirksligist aus Herten und der Westfalenligist TuS 05 Sinsen gegenüber (12.30 Uhr).Das Spiel um Platz 3 beginnt um 15.15 Uhr. Anstoß des Finales ist um 16.30 Uhr. (FV/STV)

1 Grad Außentemperatur und Nieselregen halten beide Teams nicht von einem torreichen Spiel ab. 11 Treffer fallen an diesem Abend, davon 7 für Wacker.

Die Stärke der Saison: Von der Bank kommt immer Power, hier mit 2x Marius, Nolte (Nr. 23) und Hoffmann, ein Top-Duo für die Verteidigung.

Ein frustrierter Gäste-Torwart nach dem Volley-Tor von Sascha Schröder.

Einmal Wacker – immer Wacker!

Weiter geht es am Sonntag beim „Schlägel & Eisen Cup“ in Herten.